Gebäudesockel, WU- Beton der Kellerwand, Feuchtigkeit, Ursachen, Maßnahmen
1 5.01.2020
Ursächlich für über das
Erdreich seitlich in den Baukörper eindringende Feuchtigkeit können
Wasserbeanspruchungen, wie Bodenfeuchte, nicht stauendes Sickerwasser,
aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser (Grundwasser) sein. Ein Beton
der Kellerwände nach DIN 1045-2 mit hohem Wassereindringwiderstand nach DIN EN
206 bedeutet im Sinne der WU- Richtlinie, dass Wasserdurchtritt in flüssiger
Form durch das Bauteil begrenzt oder ausgeschlossen wird (weiße Wanne). Ein
solcher Beton übernimmt die Trag- und Abdichtungsfunktion bis zur
Horizontalsperre der darauffolgenden Außenwände des Gebäudes. Die dort
entstandene Fuge ist nach DIN 18195 bis 15 cm über das Gelände -je nach
Lastfall – abzudichten (Quelle: Prof. Dr.- Ing. Danielewicz, Hochschule
Magdeburg- Stendal, Inhalt und Anwendung der neuen DAfStb WU- Richtlinie,
Fachseminar Rostock, 19. Oktober 2006).
In der Folge muss im Bereich der Sockeldämmplatte bis ca. 50 mm über GOK (untere Sockellinie) der Sockeloberputz mit einer flexiblen, mineralischen Putzabdichtung bis hin zur Perimeterdämmung abgedichtet werden.
Die Sockeldämmung ist als unteren Fugenverschluss vollflächig zu verkleben (Quelle: Richtlinie für die fachgerechte Planung und Ausführung des Fassadensockelputzes, Ausgabe 2013, 3. überarbeitete Auflage, herausgegeben durch den Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden- Württemberg (SAF) Wollgrasweg 23 in 70599 Stuttgart und Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden- Württemberg e.V. Filderstraße 109/111 in 70771 Leinfelden- Echterdingen, S. 48 – 50). Sind Wasserspuren auf der Innenoberseite der Kellerwände erkennbar, sind sie zumeist dadurch gekennzeichnet, dass sie von oben (Horizontalsperre) nach unten (Bodenplatte) abnehmenden Charakter haben und sie an ihrer Oberfläche ausblühen. Diese Ausblühungen auf Betonoberflächen sind in der Regel Abscheidungen von in Wasser schwer löslichem Calciumcarbonat - kohlensaurer Kalk – (Quelle: Dipl.- Ing. Martin Peck, Dr.- Ing. Diethelm Bosold, Dr.- Ing. Thomas Richter, Zement- Merkblatt Betontechnik B27, 1.2013 Ausblühungen, herausgegeben vom Informationszentrum Beton GmbH, Steinhof 39 in 40699 Erkrath).
